Zwei Jugendliche nach rassistischen Beleidigungen und Einbrüchen verdächtigt

Donnerstag, 4. Juni 2026 · 17:45 Uhr

Sonstige · Karlstadt, Brunnengasse · Standortgenauigkeit: Straße

Zwei Jugendliche im Alter von 13 und 17 Jahren stehen im Verdacht, mehrere Straftaten mit mutmaßlich rechtsmotiviertem Hintergrund begangen zu haben. Ausgangspunkt war am Donnerstagabend gegen 19:45 Uhr in der Brunnengasse in Karlstadt: Ein Mann meldete, von den beiden wegen seiner Herkunft rassistisch beleidigt worden zu sein; zudem sollen sie nationalsozialistische Parolen gerufen haben. Bei der Fahndung wurden sie in Urspringen gestellt, nachdem sie zunächst fliehen wollten. Weitere Ermittlungen bringen die Teenager mit einer Reihe weiterer Taten in Verbindung: Am selben Tag sollen sie in einem Zug Reisende beleidigt und mit Gegenständen beworfen haben. Außerdem werden sie mit einem Einbruch in ein Tennisheim in der Jahnstraße in Urspringen und einem versuchten Einbruch in das angrenzende Vereinsgebäude am 24. Mai in Verbindung gebracht. Zwischen dem 20. und 24. Mai wurde an der Synagoge in der Judengasse in Urspringen eine Fensterscheibe beschädigt; die Motivlage wird neu bewertet. Am Abend des 31. Mai sollen sie am Bahnhof Gemünden über eine Lautsprecherbox rechtsextreme Musik abgespielt und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet haben. Der 17-Jährige wurde seinen Erziehungsberechtigten übergeben, der 13-Jährige kam in Obhut des Jugendamtes. Die Polizei ermittelt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

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